Nilkreuzfahrten – Traumreisen zwischen orientalischer Märchenwelt und Pharaonenreich


Nilkreuzfahrten – Traumreisen zwischen orientalischer Märchenwelt und Pharaonenreich

Nilkreuzfahrten sind die komfortabelste Art, das Land der Pharaonen kennenzulernen und die wichtigsten Kulturschätze des Pharaonenreichs zu entdecken. Die Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan dauern vier bis sieben Tage und können mit einem Badeaufenthalt am Roten Meer gut kombiniert werden.

Der Nil ist mit über 6.800 Kilometern Länge der längste Fluss der Welt und fließt von den Ruandabergen bis ins Mittelmeer. Spricht man von einer Nilkreuzfahrt, meint man damit nur den ägyptischen Nil und damit eine Flusskreuzfahrt in Ägypten. Das liegt daran, dass der Nil schon immer die Lebensader Ägyptens war und den Aufstieg des Pharaonenreichs erst ermöglicht hat. Das fruchtbare Schwemmland des Nils war das Kernland dieser frühen Hochkultur, die zu beiden Seiten des Nils eine Vielzahl großartiger Kulturschätze und Bauten hinterlassen hat. All diese Sehenswürdigkeiten kann man auf ganz wunderbare Weise bei einer Nilkreuzfahrt kennenlernen.

Nicht nur Lebensspender war der Nil in der Geschichte Ägyptens, sondern auch wichtigster Transportweg in einem Land, das sonst von Wüsten gekennzeichnet ist. Schon seit Menschen reisen, heißt es nicht ohne Grund, „wer den Nil nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen“. Respekt vor Ägyptens Geschichte und diesen Kulturzeugnissen hatte auch Napoleon, der seinen Soldaten 1798 beim Ägyptenfeldzug zurief: „Soldaten! Denkt daran, dass von diesen Monumenten 40 Jahrhunderte auf euch herabblicken“

Nilkreuzfahrten waren schon zu Zeiten des britischen Kolonialreichs die beste Möglichkeit Land und Geschichte kennenzulernen. Sätze wie- „es war eine friedliche Ruhe auf dem Wasser, die weich geschwungenen, glatten Felsen glitten an ihnen vorbei, eine sanfte Brise fächelte ihnen die Gesichter“ – „es war nicht weit bis Elefantine, und kaum an Land, machten Poirot und sein gesprächsfreudiger neuer Bekannter sich auf den Weg zum Museum“, machten das besondere Erlebnis einer Nilkreuzfahrt berühmt. Sie sind zu finden im 1937 erschienenen Roman „Tod auf dem Nil“ der britischen Krimiautorin Agatha Christie. Der an Originalschauplätzen gedrehte Film zum Buch mit Sir Peter Ustinov als Detektiv Hercule Poirot kam 1978 in die Kinos und machte das besondere Fluidum einer Nilkreuzfahrt weltbekannt.

Seitdem hat sich in Ägypten viel verändert, das Land, auch die Schiffe, nicht aber das, was es auf einer Nilkreuzfahrt zu sehen gibt. Nilkreuzfahrten sind heute die beliebteste und komfortabelste Reiseart, um Ägypten und die Geschichte des Pharaonenreichs kennenzulernen, liegen die Höhepunkte altägyptischer Kultur zwischen Luxor, Assuan und Abu Simbel doch aufgereiht an den Ufern des Nils.

Die meist siebentägigen Kreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan lassen sich gut mit einem Badeaufenthalt am Roten Meer in Hurghada oder am Sinai in Sharm El-Sheikh kombinieren und von einem Aufenthalt in Kairo vor dem Rückflug abrunden.

Nilkreuzfahrten beginnen meist in Luxor. Dort sieht man die riesige Tempelanlage von Karnak und am westlichen Nilufer die Memnonskolosse sowie das Tal der Könige mit dem Hatshepsut-Tempel. Vorbei geht es dann an abwechslungsreicher Landschaft von Wüsten bis zu üppig grünenden Oasenlandschaften mit Palmen nach Edfu. Dort kann man den zweitausend Jahre alten Horus-Tempel besichtigen. Die Fahrt geht weiter nach Kom Ombo. Das Schiff legt direkt vor dem auf einer Nilterasse am Ostufer liegenden Doppeltempel aus der ptolemäischen Epoche an. Weiter geht die Fahrt nach Assuan. Dort kann man bunter Basare und Märkte in der Stadt entdecken, Exkursionen nach Abu Simbel, zum Assuanstaudamm machen sowie den riesigen Nassersee besichtigen. Es besteht die Möglichkeit bei einer viertägigen Nilkreuzfahrt, die nicht nach Luxor zurückgeht, hier eine Minikreuzfahrt auf dem Nassersee anzuschließen. Wer eine siebentägige Nilkreuzfahrt gebucht hat, fährt mit seinem Nilschiff zurück nach Luxor und kann nun etwas intensiver die einmalige Nillandschaft genießen.

Im Jahr 2012 werden erstmals seit vielen Jahren auch wieder die „großen Nilkreuzfahrten“ angeboten, die ob der niedrigen Wasserstände viele Jahre nicht im Programm waren. Die „große Nilkreuzfahrt“ zwischen Assuan und Kairo ist ein besonderes Erlebnis, denn hier hat man Zeit und Muße die Landschaften Ägyptens an sich vorbeiziehen zu lassen und mehr vom Land und dem Leben der Ägypter entdecken zu können. Die traumhaften Sonnenuntergänge am Oberen Nil bei Assuan und die warmen Abende bei einem Sundowner an Bord zu genießen, am Tag vom Liegestuhl aus grandiose Landschaften mit Palmen, Wüsten und Tempeln vorbeiziehen zu sehen ist Erholung pur. Natürlich ist auch die Zahl der zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten noch einmal deutlich größer mit Kairos Highlights, den Pyramiden von Gizeh, dem Ägyptischen Museum und der faszinierenden Nilmetropole selbst.

Das Angebot an Nilkreuzfahrten ist überaus vielfältig. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten, zumal auch die Preise ganz erheblich differieren. Es beginnt schon mit der Auswahl der Schiffe, von drei bis fünf Sternen ist alles dabei. Dabei haben fünf Sterne in der Landeswertung nicht unbedingt viel mit dem mitteleuropäischen Fünfsternestandard zu tun. Entsprechend kann die Überlegung, ein Dreisterneschiff zu wählen, da man ja ohnehin nur zum Schlafen in der Kabine ist, zu bösen Überraschungen führen. In jedem Fall sollte man bei Landeswertungen Abstriche machen.

Von vornherein auf der sicheren Seite ist man, wenn man das Angebot eines renommierten Veranstalters wählt, der es sich mit seinen Kunden verscherzen und rechtliche Probleme bekommen würde, wenn seine Katalogangaben nicht hundertprozentig der Wahrheit entsprechen. Deshalb haben viele dieser Anbieter eigene Bewertungskriterien, die auch leicht nachvollziehbar sind. Darauf kann man sich dann eher verlassen.

Hat man so einen Anbieter und die passende Nilkreuzfahrt gefunden, ist zu entscheiden, auf welchem Deck man seine Kabine bucht. Nilschiffe haben allgemein drei Decks: an der Wasseroberfläche das meist „Nildeck“ genannt Unterdeck, das Mitteldeck und das Oberdeck. Die beste Sicht hat man natürlich von den Kabinen des Oberdecks aus, der Preis dafür kann allerdings um einiges höher sein als auf dem Mittel- oder Nildeck. Ein guter Kompromiss ist eine Kabine auf dem Mitteldeck, vor allem, wenn sie möglichst weit vorn im Bug liegt. Dann hat man garantiert eine gute Sicht und ist weit von der Geräuschquelle Maschinenraum entfernt. Wer sparen möchte, kann das auch in der Verpflegungswahl tun und soweit vorhanden, All Inklusive Angebote oder Vollpension buchen, da die Preise vor allem für Getränke an Bord der meisten Schiffe vergleichsweise hoch sind, was auch oft für A la Carte-Mahlzeiten gilt.

Zusammenfassung:

Nilkreuzfahrten sind seit Agatha Christies Roman „Tod auf dem Nil“ die beliebteste und komfortabelste Art, einen Eindruck von Ägypten zu bekommen und die Kulturschätze im Land der Pharaonen kennenzulernen.

Die Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan dauern vier bis sieben Tage und können mit einem Badeaufenthalt am Roten Meer gut kombiniert werden. Man lernt die größte Tempelanlage in Karnak kennen und besichtiget das Tal der Könige am Rand der Wüste genauso wie Edfu, Kom Ombo und Abu Simbel.

Im Jahr 2012 werden auch seit vielen Jahren wegen des höheren Wasserstands erstmals wieder vierzehntägige große Nilkreuzfahrten angeboten, bei denen man zwischen Assuan nach Kairo das ganze Land kennenlernt.