MS Fram – Das Expeditionsschiff der Hurtigruten-Reederei


Mit extremen Bedingungen und Eis kennt man sich aus bei Hurtigrouten aus und bot den Liebhabern der see- und wintertüchtigen Postdampfer im Winterhalbjahr schon länger Kreuzfahrten nicht nur in die europäischen Gewässer Nord- und Westeuropas an, sondern auch Expeditionsfahrten nach Spitzbergen, zur Antarktis nach Grönland und zum Nordmeer an.

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Mit extremen Bedingungen und Eis kennt man sich aus bei Hurtigrouten aus und bot den Liebhabern der see- und wintertüchtigen Postdampfer im Winterhalbjahr schon länger Kreuzfahrten nicht nur in die europäischen Gewässer Nord- und Westeuropas an, sondern auch Expeditionsfahrten nach Spitzbergen, zur Antarktis nach Grönland und zum Nordmeer an.

Ein speziell für polare Gewässer gebautes Schiff erweitert natürlich die Möglichkeiten ganz besondere für Expeditionen zum antarktischen Festland. Diese Erkenntnis führte bei der im Hurtigruten-Liniendienst fahrenden norwegischen Reederei Ofotens og Vesteraalens Dampskibsselskap A/S (OVDS) zu dem Entschluss, ein solches besonderes Schiff mit einer hohen Eisklasse bauen zu lassen, nach modernsten technischen Standards, wendig und mit viel Komfort an Bord.

Am 30. September 2005 gab die damalige Reederei OVDS bei der italienischen Werft Fincantieri in Monfalcone den Bau eines Passagierschiffs in Auftrag, das sowohl Kreuzfahrten in Polargewässern als auch im normalen Liniendienst der Hurtigruten fahren kann. Das mit der Baunummer 6144 im August 2006 auf Kiel gelegte Schiff war im Februar 2007 fertiggestellt, und wurde am 23. April 2007 an die norwegische Reederei Hurtigruten ASA abgeliefert, in der die OVDS inzwischen aufgegangen war werden. Am 19. Mai 2007 wurde das Schiff in Oslo von der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit auf den Namen Fram getauft. Damit trug das neue Expeditionsschiff einen berühmten Namen, benannt wurde sie nach dem Expeditionsschiff des Polarforschers Fridtjof Nansen.

Mit den modernsten Standards versehen ist die Fram ein polartaugliches Schiff. Sie verfügt über zwei mittschiffs angebrachte Stabilisatoren, die auch am Kap Hoorn noch erträglich geringe Schiffsbewegungen ermöglichen. Die Wendigkeit wurde erreicht durch den Einbau von zwei Ruderpropellern vom Typ Rolls-Royce „Aquamaster AZP 120“. Diese um 360 Grad drehbaren Gondeln ermöglichen die hohe Manövrierfähigkeit. Dazu wurde der Fram die Eisklasse 1B zuerkannt, die dritthöchste Eisklasse für Eisdicken bis 60 cm. Das entspricht der deutschen Einstufung des Germanischen Lloyds in die Eisklasse E2 und ist dort ebenfalls die dritthöchste Kategorie. Um das Schiff auch im Hurtigruten-Liniendienst einsetzen zu können, wurde die Fram wie die anderen Flottenmitglieder auch als RoRo-Schiff konzipiert, mit Ladeluke an Backbord. Im Liniendienst wäre dann Platz für 25 Autos.

Das jüngste Schiff der Reedereiflotte ist 113 Meter lang und verdrängt 12.700 BRT. Die Fram verfügt über 128 Kabinen mit Platz für 318 Passagiere, was deutlich weniger Reisende sind, als auf den vergleichbar großen anderen Schiffen von Hurtigruten. Es ist also Platz an Bord, was bei einer längeren Expeditionsreise natürlich angenehm ist. Von den 136 Kabinen sind 6 Grand Suiten mit Balkon, 14 Suiten, 23 Innenkabinen und der Rest Außenkabinen. Die Suiten haben ein Raumangebot von 16–40 m², die Außen- und Innenkabinen zwischen 10 und 12 m²,. Alle Kabinen haben Dusche und WC sowie TV.

Die Inneneinrichtung nimmt Bezug auf zum Hauptfahrtgebiet Grönland und den Inuit. Die Elemente Himmel, Erde und Meer spiegeln sich darin wider, zahlreiche Kunstwerke norwegischer und grönländischer Künstler stellen einen Dialog zur Umwelt her. Das Inneraumkonzept wurde von Arne Johansen entworfen, der allen öffentlichen Bereichen Namen aus der Inuit-Sprache gab. So heißt der große Panoramasalon mit der Bar und dem fantastischen Ausblick auf Deck 7 Quilak und das Restaurant im Heckbereich von Deck 4 Imaq.

Weitere tolle Aussichtsmöglichkeiten genießt der Reisende vom Aussichtsdeck ganz oben auf Deck 8, einem Aussichtsdeck auf Deck 5 im Bug oder vom Sonnendeck aus, das achtern auf Deck 7 liegt. Natürlich gibt es auch ein Internetcafé, ein Bistro und einen Shop sowie diverse Konferenz- und Vortragsräume. Das Wellness- und Fitnessangebot umfasst zwei Außenwhirlpools, zwei Saunen und einen Fitnessraum.

Die Entdeckerkreuzfahrten mit der Fram finden ob der vergleichsweise kleinen Passagierzahl in einer fast familiären Atmosphäre statt und werden zu besseren Verständnis des Gesehenen von Experten-Vorträgen begleitet. Im Sommerhalbjahr fährt die Fram vor allem nach Grönland und Spitzbergen, im Winterhalbjahr geht es in die Antarktis zu unvergesslichen Abenteuern auf den Spuren großer Entdecker wie Fridtjof Nansen.

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Zu den MS Fram Bewertungen

 

Bauwerft:Fincantieri, Monfalcone, ItalienInbetriebnahme / Taufe:19. Mai 2007
Länge des Schiffes:113,86 MeterBreite des Schiffes:20,20 Meter
Passagierkabinen:136 KabinenPassagiere:328 Personen
Besatzungsstärke:70 PersonenDecks:7
Tiefgang:5,10 MeterVermessung:12.700 BRT
Geschwindigkeit:15 KnotenGesamtleistung:4.620 kW
Antrieb:dieselelektrischAntrieb:2 steuerbare Rolls-Royce „Aquamaster“
Baujahr:2007