Die Norwegian Cruise Line – Die Reederei des Freestyle Cruisings

23. August 2012 von

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Die Norwegian Cruise Line (NCL) ist eine weltweit operierende norwegisch-amerikanische Kreuzfahrtreederei mit Hauptsitz in Miami. Spezialität der NCL ist das Freestyle Cruising-Konzept, das Schiffe zu schwimmenden All-inklusive-Resorts macht.

 

Die Norwegian Cruise Line (NCL) ist eine Kreuzfahrtreederei mit Sitz in Miami/Florida und hat ihre Wurzeln in Norwegen. Alles begann 1966 mit der Gründung der Norwegian Caribbean Lines in Oslo, durch den norwegischen Reeder Knut Kloster. Die Reederei, die damals schon das Kürzel NCL benutzte, stieg in den 1970er Jahr schnell zu einer der größten Kreuzfahrtreedereien der Welt auf. Ein erster Höhepunkt auf dem Weg nach oben war die Übernahme der Insel Great Stirrup Cay im Archipel der Berry Islands, die zu den Bahamas gehört. Im Jahr 1987 wurde nach der zuvor erfolgten Übernahme der Royal Viking Line die Kreuzfahrtgesellschaft in Norwegian Cruise Line umbenannt, wobei das Kürzel NCL beibehalten wurde. Nach dem Wiederverkauf der Royal Viking Line an die Cunard Line im Jahr 1994 wurde die Norwegian Cruise Line zur eigenständigen Gesellschaft und begann sich neu zu positionieren. Man übernehm die Majesty Cruise Line und die Orient Lines, die Passagierzahlen wuchsen auf 500.000 Reisende pro Jahr.

 

Die Star Cruises erwarb die Norwegian Cruise Line im Jahr 2000, wodurch Star Cruises mit ihren nun 18 Kreuzfahrtschiffen zur drittgrößten Kreuzfahrtgesellschaft der Welt wurde. Die Marke NCL blieb erhalten. Ursprüngliche Gründungsidee der NCL war das Konzept der Ein-Klassen-Kreuzfahrt. Dieses Konzept wurde nun weiter entwickelt. Colin Veitch, der neue Chairman und Vater der Idee des Freestyle-Cruising-Konzepts führte dieses zunächst auf der Norwegian Sky ein, die 1999 von der Bremerhavener Lloyd-Werft erbaut worden war. Die 2001 ebenfalls in Bremerhaven gebaute Norwegian Sun und die im gleichen Jahr in Dienst gestellte, von der Papenburger Meyer Werft erbaute Norwegian Star waren schon ganz auf das neue Konzept ausgerichtet. Das galt auch für die 2002 ebenfalls von der Meyer Werft erbaute Norwegian Dawn.

 

Im Jahr 2004 wurde die Norwegian Spirit in Dienst gestellt. Sie war 1999 von der Meyer Werft im Emsland gebaut worden und als Super Star Leo für die Star Cruises gelaufen. Nach dem Umbau wurde auch sie als perfekt ans Konzept Freestyle Cruising Resort angepasstes Kreuzfahrtschiff in die Flotte der NCL ausgenommen. Damit waren nun alle Schiffe der Flotte dem Freestyle Cruising-Konzept angepasst.

 

Speziell für den amerikanischen Markt wurde 2004 die Marke NCL America gegründet. Das 1999 bei der Lloyd Werft in Bremerhaven gebaute Kreuzfahrtschiff Norwegian Sky wurde umgebaut und fuhr nun bis 2008 als Pride of Aloha für die NCL America. Im Jahr 2005 stellte NCL America die mit 81.000 BRZ vermessende und von der Lloyd Werft Bremerhaven gebaute Pride of America in Dienst.

 

Bei NCL wurde im gleichen Jahr 2005 die Norwegian Jewel von der Papanburger Meyer Werft übergeben. In den beiden folgenden Jahren 2006 und 2007 folgten die ebenfalls mit 93.500 BRZ vermessenen Cruise Liner Norwegian Pearl und Norwegian Gem. Im Jahr 2008 kam die Pride of Hawaii zu NCL zurück und heißt nun wieder Norwegian Sky.

 

Im Jahr 2010 wurde dann mit der Norwegian Epic als größtes Kreuzfahrtschiff in der NCL-Flotte begrüßt. Der bei der STX Europe Werft im französischen St.Nazaire gebaute Luxusliner vermisst mit 153.000 BRZ. Damit gehört er zu den größten Passagierschiffen der Welt.

 

Die Planung im Kreuzfahrtschiffbau ist für NCL damit noch nicht abgeschlossen. So wurden schon 2011 bei der Papenburger Meyer Werft zwei weitere Neubauten in Auftrag gegeben. Sie sollen Norwegian Breakaway und Norwegian Getaway heißen. Sie werden etwas kleiner als die Norwegian Epic sein und rund 4.000 Passagiere mit auf die Reise nehmen können.

 

Das Freestyle Cruising-Konzept ist inzwischen auf allen NCL-Schiffen eingeführt. Dort erwartet den Reisenden eine für die besonderen Verhältnisse eines Kreuzfahrtschiffes adaptierte Version der All- inklusive-Reisesparte an Land. Auch auf den NCL-Schiffen sind Mahlzeiten und die Bordveranstaltungen im Reisepreis inbegriffen. Nur in den Spezialitätenrestaurants wird ein Aufpreis fällig. Alle Abrechnungen erfolgen über das Bordkonto des Gastes, Bargeld wird nicht bewegt, es genügt die Bordkarte.

 

So sollen die Reisenden mit dem Freestyle Cruising-Konzept das größtmögliche Maß an Freiheit im Urlaub genießen und den Tag nach eigenen Vorstellungen gestalten können. Deshalb gibt es keine festen Essenszeiten und keine Kleiderordnung an Bord, aber bis zu 21 Dining Optionen und ein umfangreiches Unterhaltungs- Sport- und Freizeitangebot – das alles für jedes Alter und jeden Geschmack. Weil das Angebot weit über das eines Urlaubshotels hinausgeht, nennt die NCL ihre Schiffe gern Freestyle Cruising Resorts. Die zukunftsweisende Gästeorientierung gefällt den NCL-Kreuzfahrern, 1,2 Millionen Reisende im Jahr sprechen für sich. Eine weitere Folge der konsequenten Kundenorientierung waren Auszeichnungen. So erhielt die Norwegian Cruise Line seit 2008 bereits vier Mal in Folge den World Travel Award als „Europe’s Leading Cruise Line“.

 

Die NCL-Flotte operiert weltweit und bietet Kreuzfahrten in die Karibik und zu den Bahamas, nach Alaska und an die nordamerikanische Westküste, nach Kanada und die Ostküste Nordamerikas an, sowie ins Mittelmeer und in die Nord- und Ostsee. Auf allen Schiffen und Routen gibt es auf NCL-Schiffen einen deutschsprachigen Gästeservice. Ausnahme sind Kreuzfahrten zu den Bermudas, dort ist Englisch einzige Βordsprache. Die besondere Berücksichtigung des deutschen Markts unterstreicht auch die Wahl von Wiesbaden als Standort für die kontinentaleuropäische Niederlassung der Reederei.

 

Zur NCL-Flotte gehören:

Norwegian Sky (1999)

Norwegian Sun (2001)

Norwegian Star (2001)

Norwegian Dawn (2002)

Norwegian Spirit (2004/1999)

Norwegian Jewel (2005)

Norwegian Pearl (2006)

Norwegian Gem (2007)

Norwegian Jade (2006/2008)

Norwegian Epic (2010)

AIDAmar (2012)

und ab 2013 und 2014 die Norwegian Breakawy und Norwegian Getaway

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