AIDAmar – Bewertungen von Urlaubern für Urlauber

23. Februar 2012 von

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Schon vor ihrer Taufe sorgte die AIDAmar für gehörigen Wirbel in der Kreuzfahrtszene. Ihr Tauftag in Hamburg nämlich wird eines der größten maritimen Spektakel, das die deutsche Küste je gesehen hat. Die Reederei AIDA Cruises spricht gar von der weltweit größten Schiffstaufe überhaupt.
zur AIDAmar Schiffsbeschreibung

Inbetriebnahme / Taufe:12. Mai 2012 in HamburgPassagierkabinen:1.097
Decks:14Restaurants:7
Fläche Sonnendeck:6.620 m²Fläche Wellnessbereich:2.602 m²

 

Die AIDAmar, das neunte AIDA–Klubschiff. Ein Schiffsportrait

Noch ist sie nicht getauft, ja sie hat noch nicht einmal die Werft verlassen und doch sorgt das Schiff, das bald den Namen AIDAmar tragen wird, für gehörigen Wirbel in der Kreuzfahrererszene. Ihr Tauftag in Hamburg nämlich wird eines der größten maritimen Spektakel sein, das die deutsche Küste je gesehen hat. Die Reederei AIDA Cruises spricht gar von der weltweit größten Schiffstaufe überhaupt.

Getauft wird das neue Familienmitglied der AIDA-Kussmundflotte am 12. Mai 2012, dem 823. Geburtstag des Hamburger Hafens. Kamen im Vorjahr zur Taufe des bisher jüngsten Schiffs der Rostocker Reederei AIDA Cuises in Kiel rund 40.000 Schaulustige, kann man für die AIDAmar-Taufe in Hamburg ohne Weiteres eine Null anhängen. Allein der Rahmen des Hamburger Hafengeburtstag garantiert das. Erstmals werden dann vier Schiffe der AIDA-Flotte zeitgleich in einem Hafen weilen, denn die drei baugleichen Schwesterschiffe AIDAsol, AIDAblu und AIDAluna werden das jüngste Mitglied im Kreis der AIDA-Familie begrüßen.

Das neunte AIDA-Klubschiff wurde 2007 bei der Papenburger Meyer Werft mit der Baunummer S.690 in Auftrag gegeben und 2011 auf Kiel gelegt. Inzwischen liegt sie bei der Meyer Werft im kleinen Baudock 1, hat ihren Kussmund schon bekommen und wird voraussichtlich am 1. April 2012 ausgedockt. Dann wird die AIDAmar für eine gute Woche an den Ausrüstungspier verholt, bevor das Schiff nach der spektakulären Emsüberführung erstmals in See sticht. Letztes Schiff der Sphinx-Baureihe wird übrigens die AIDAstella sein, die 2013 in Dienst gestellt wird.

Die AIDAmar gehört zur erweiterten Sphinx-Klasse und wird das neunte Klubschiff der Reederei AIDA Cruises sein. Es folgt dem bewährten Reedereikonzept der Kombination von Kluburlaub und Kreuzfahrt. Vor der Taufe herrscht nur noch wenig Geheimniskrämerei seitens der Reederei, die Ausstattungsdetails des Schiffes sind überwiegend bekannt.

Die AIDAmar bietet mit ihren 14 Decks reichlich Platz für Animation, Spaß, Unterhaltung, Sport, Spiel und Erholung in ungezwungener Klubatmosphäre. Das Klubschiff-Prinzip bedeutet auch auf diesem AIDA-Cruise Liner, dass sowohl die Mahlzeiten und Tischgetränke in den Buffetrestaurants im Passagepreis inklusive sind, wie auch eine Trinkgeldpauschale. Die Urlaubskosten beleiben also auf der AIDAmar kalkulierbar. Dieses Konzept spricht auch auf der AIDAmar vor allem Gäste jüngeren und mittleren Alters an.

Was Essen und Trinken an Bord des Cruise Liners betrifft, verwöhnt die AIDAmar ihre Passagiere in sieben Restaurants auf 4.323 m² Fläche kulinarisch, zu denen sowohl die beliebten Buffetrestaurants gehören, als auch das Gourmet-Restaurant Rossini, das von Spitzenköchen geführt wird. Dreizehn Bars bieten Drinks aller Art mit oder ohne Alkohol an, gemütlich ist es im Brauhaus bei einem frisch gezapften Bier. Natürlich findet der Passagier unter den Bars auch auf diesem Schiff die klassische AIDA Bar, sternförmig und mit der angeblich längsten Theke auf See. Fürs Partyleben sind die Anytime Bar und die Beachbar zuständig, für die Showtime die Mar-Bar – alles bewährte Konzepte, die man auch auf den Schwesterschiffen findet.

Sport, Spiel und Unterhaltung sowie Kinderprogramme werden groß geschrieben auf der AIDAmar, an Bord ist immer etwas los. Sportliche finden im riesigen Fitnessbereich alles zum Auspowern und wenn gewollt, die nötige Anleitung oder Motivation vom Personal Trainer. Ein Highlight auf der AIDAmar ist der weltweit größte Spa- und Wellnessbereich auf einem Schiff. Die Spa-Kabinen und Spa-Suiten haben direkten Zugang zu diesem Bereich, in dem man bei Massagen, Spa- und Thalassoanwendungen Erholung pur tanken kann.

Unterhaltungszentrum und Treffpunkt ist das Theatrium, ein einzigartiges Raumkonzept für ein Schiff, das von Deck 9 bis Deck 11 über drei Decks geht. Auf gut 3.000 Quadratmeter schlägt hier das Unterhaltungsherz des Schiffs. Das Theatrium erscheint hell durch die gläsernen Wände und die Säulen des Lichtdoms und luftig durch die schiere Höhe und die frei hängenden Decks. In diesem einzigartigen Raum verschmelzen Schiff, Unterhaltungstheater und Einkaufserlebnis zu einem komplexen Raumerlebnis. Dazu gehört eine Menge versteckter Spitzentechnik, die abendliche Showevents zur vollkommenen Illusion werden lassen – perfekte Märchenwelt AIDAmar.
Die zweite große Showbühne des Schiffs ist das Pooldeck. Wo am Tag dezente Live-Musik und Poolradio mehr der Untermalung als der Unterhaltung dient und die Clubteams für Abwechslung und Mitmachaktionen sorgen, geht abends die Post ab. Dann wird das Pooldeck zur Showbühne. Open-air Aufritte des AIDA Showensembles und spektakuläre Lasershows reißen die Gäste genauso mit, wie die anschließenden Poolpartys unter freiem Sternenhimmel.

Die Passagiere der AIDAmar können unter 1096 Kabinen wählen. Von 414 Innenkabinen über 172 Außenkabinen, 34 Spa-Balkonkabinen, 453 Balkonkabinen bis hin zu 18 Suiten und fünf Spa-Suiten ist für jeden Anspruch und Geldbeutel etwas dabei.

Technische Daten:
Bauwerft: Meyer Werft, Papenburg
Länge des Schiffes: 252 Meter
Breite des Schiffes: 32,2 Meter
Tiefgang: 7,2 Meter
Vermessung: 71.100 GT
Decks: 14
Antrieb: 4 x Caterpillar-MTW Diesel, 2 Festpropeller, Azimuth-Antriebe
Fahrmotor: 24.800 kW
Geschwindigkeit: 20 Knoten
Passagierkabinen: 1.097
Restaurants: 7
Restaurantfläche: 4.323 m²
Bars: 12
Fläche Sonnendeck: 6.620 m²
Fläche Body & Soul Spa: 2.602 m²
Besatzungsstärke: 611 Personen
Inbetriebnahme / Taufe: 12. Mai 2012 in Hamburg

Die AIDAmar Jungfernfahrt auf der Nordeuroparoute
Jungfernfahrt heißt sie ganz prosaisch im AIDA Cruise Lines-Gebrauch und man kann sie als eine abgespeckte Version der Nordeuroparoute 4 oder als Verlängerung der Nordeuroparoute 1 sehen. Wie man es auch betrachtet: Diese Route wird so erstmals von der AIDAmar auf ihrer Jungfernfahrt absolviert.

Gleich zu Beginn der Reise steht ein unvergessliches Highlight, der eigene Logenplatz an Bord bei der glanzvollen Taufe der AIDAmar im Hamburger Hafen mit einem Riesenfeuerwerk und dem Auslaufen vorbei an Hunderttausenden auf den Elbdeichen, die dem neuen Familienmitglied der AIDA-Kussmundflotte zujubeln.

Die Reise geht elbabwärts, an der holländischen und belgischen Küste vorbei und durch den Ärmelkanal bis zur Seinemündung an der französischen Atlantikküste. In Le Havre macht die AIDAMar fest. Hier ist Zeit genug für mehr als nur die Erkundung der Hafenstadt Le Havre. Verschiedene Ausflüge stehen im Programm zur Wahl, die attraktivsten sind sicher die Radtour durch die Stadt und zur Steilküste, eine Fahrt durch die Normandie nach Honfleur und Deauville oder als eines der Highlights der Kreuzfahrt die Tour nach Paris.

Abends legt die AIDAMar ab, setzt über den Kanal nach England über und macht in aller Herrgottsfrühe in Dover fest. Unter den zahlreichen Landausflügen bieten sich Touren mit Bus oder Mountainbike zu den Kreidefelsen der Küste an und natürlich einer der vier verschiedenen Trips nach London.

Am Abend legt die AIDAmar ab und verholt wieder über den Eingang des Ärmelkanals zum europäischen Festland hin, wo sie am nächsten Morgen im belgischen Zeebrügge festmacht. An Landausflügen werden mehrere verschiedene Touren nach Gent und Brügge angeboten, zu denen auch Stippvisiten bei der flämischen Kunst und in Pralinenmanufakturen gehören.

Abends sticht das Kreuzfahrtschiff wieder in See, diesmal zum längsten Seetörn der Reise. Es geht wieder über den Kanal und ganz an der britischen Ostküste entlang nach Norden bis hoch zum schottischen Invergordon, wo die AIDAmar am übernächsten Morgen anlegt. Bis nach Inverness, der nördlichsten Stadt Großbritanniens, ist es nur eine kurze Busfahrt. Dort kann man Nessie, dem berühmten Seeungeheuer vom Loch Ness einen Besuch abstatten. Alternativ besteht die Möglichkeit, die großartige schottische Landschaft ganz nach eigenem Geschmack zu durchfahren oder zu erwandern oder auch eine echte Destille in der Heimat des Malt Whiskys zu besuchen.

Von Invergordon folgt abends der lange Schlag nach Osten quer über die Nordsee hin zur norwegischen Hansestadt Bergen, dem nördlichsten Hafen der Reise, der am übernächsten Morgen erreicht wird. Wieder gibt es eine ganze Palette vielfältiger Ausflüge. Zur Wahl steht die Stadterkundung, eine Wanderung auf den Hausberg Floyen oder eine kurze Stadterkundung mit einer Tour am Hardangerfjord entlang, die spektakuläre Panoramen bietet.

Abends fährt die AIDAmar weiter in den Hardangerfjord, der sich zwischen 1.600 Meter hohen Bergen, grandiosen Wasserfällen und mächtigen Gletscherlandschaften tief ins Land hineinschneidet bis nach Eidfjord. Spektakulär ist die Landschaft, Spektakuläres lässt sich auch bei den angebotenen Landausflügen erleben, ob es nun die Kajaktour auf dem Fjord ist, die Fahrt mit der Bergenbahn über das Dach Norwegens oder der Trip zum Hardangervidda-Naturzentrum und zum berühmten Vöringfossen Wasserfall.

Abends geht die Kreuzfahrt weiter nach Stavanger, wo der Cruise Liner am folgenden Morgen festmacht. Den ganzen Tag hat man Zeit, die Stadt zu erkunden, oder eine Bootsfahrt auf dem Lysefjord zu unternehmen, bis die AIDAmar am späten Abend wieder ablegt..

Am Nächsten Morgen läuft die AIDAmar den letzten Hafen der Kreuzfahrt an. Die norwegische Hauptstadt Oslo steht auf dem Programm. Nun heißt es früh aufstehen, um die Fahrt durch den 130 Kilometer langen, wunderschönen Oslofjord nicht zu verpassen. Verschiedene Oslotouren lassen Norwegens Metropole ganz nach eigenem Interessenschwerpunkt entdecken.

Am Abend geht es dann auf die Rücktour nach Hamburg. Durchs Skagerrak an der jütländischen Küste Dänemarks vorbei nach Süden geht es bis ins Wattenmeer und durch die Deutsche Bucht hinein in die Unterelbe nach Hamburg, das am übernächsten Morgen erreicht ist.

Fazit: Diese Route bietet für eine vierzehntägige Kreuzfahrt eher weniger Hafentag, als das bei AIDA-Kreuzfahrten in europäischen Gewässern sonst üblich ist, dafür werden hier in 14 Reisetagen gleich drei Metropolen besucht und dazu mit Norwegen und Schottland zwei spektakuläre Landschaften. Die langen hellen Nächte dieser Jahreszeit in denen es kaum dunkel wird hoch oben im Norden zu genießen macht diese Reise zusätzlich reizvoll. Bliebe sie im AIDA-Programm, würde sie sicherlich ihre Liebhaber finden.

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